...
Bin heute, wie schon einige Male zuvor, durch laute Musik zu früher Morgenstunde geweckt worden. Habe sie diesmal allerdings nicht weiter beachtet. Das erste Mal, als ich die Blaskapelle und das Trommeln früh um acht vernommen habe, bin ich noch aus dem Bett gesprungen, habe die Kamera geschnappt und bin dem Lärm gefolgt, in der Hoffnung auf einen Umzug oder eine Demo zu treffen. Leicht enttäuscht mußte ich feststellen, daß es nur die Polizei war, die auf einer Plaza hinter der Basilika mit großem Brumbaborium ihren Morgenappell abhielt.

Da heute mal wieder nichts weltbewegendes passiert ist, werde ich weiter über kleine Beobachtungen schreiben, die ich in den letzten Tagen so gemacht habe. So zum Beispiel über die Schilder auf den eindringlich darauf hingewiesen wird, sich nach der Benutzung der Toilette die Hände zu waschen. Diese findet man nicht nur hier im Hostal sondern auch auf nicht wenigen Klos in den Restaurants der Stadt. Sind nun die Mexikaner besonders hygienebewußt? Oder hängt man die Schilder deshalb auf, weil man hier eher auf Kriegsfuß mit solchen Dingen steht? Falls letzteres zutrifft, dann müßten solche Schilder auch die Klos in Deutschland zieren.
Ich glaube es wird auch so langsam Zeit ein paar Worte über Jack, meinen Gitarre spielenden Cowboy-Nachbarn zu verlieren. Er war es, der mir den Tipp mit der etwas fragwürdigen Unterkunft letzten Freitag gegeben hatte. Er selber mußte dort wohl ausziehen, weil nicht so gerne gesehen wurde, daß er den ganzen Tag auf der Gitarre übt.
Was er nun wirklich hier in Oaxaca macht, habe ich nicht so recht herausfinden können. Er sagte etwas davon, daß das Haus in dem er in Amiland wohnt gerade saniert wird. Klar, was kann man da besseres tun, als sich ein warmes Fleckchen in Mexiko zu suchen und hier zu überwintern? Letzteres war ja auch meine Intention.

Genauso wenig wie ich, gibt er hier die klassische Travellerrolle. Vielmehr ist er die komplette Antithese dazu. Er hat sich fast noch gemütlicher eingerichtet, als ich. In seinem Zimmer gibt es einen kleinen Altar mit Räucherstäbchen und Buddhabildern. Am Regal hängen frisch gebügelte Jeans und Hemden. Ja, er ist wohl der einzige Traveller, den ich je seine Hosen und Hemden habe bügeln sehen.
Hin und wieder schmeißt er sich dann in Schale, zieht die Cowboystiefel, frisch gebügelte Jeans und eines seiner verschärft aussehenden Hemden an, setzt seinen Hut auf und verläßt die Gitarre geschultert das Hostal. Meistens sitzt er aber an dem kleinen Tisch vor seinem Zimmer, auf dem er jeden Morgen mit viel Sorgfalt einen frischen Strauß Blumen arrangiert. Mit Kopfhöhrern in den Ohren übt er dann stundenlang auf seiner Klampfe.

Da heute mal wieder nichts weltbewegendes passiert ist, werde ich weiter über kleine Beobachtungen schreiben, die ich in den letzten Tagen so gemacht habe. So zum Beispiel über die Schilder auf den eindringlich darauf hingewiesen wird, sich nach der Benutzung der Toilette die Hände zu waschen. Diese findet man nicht nur hier im Hostal sondern auch auf nicht wenigen Klos in den Restaurants der Stadt. Sind nun die Mexikaner besonders hygienebewußt? Oder hängt man die Schilder deshalb auf, weil man hier eher auf Kriegsfuß mit solchen Dingen steht? Falls letzteres zutrifft, dann müßten solche Schilder auch die Klos in Deutschland zieren.
Ich glaube es wird auch so langsam Zeit ein paar Worte über Jack, meinen Gitarre spielenden Cowboy-Nachbarn zu verlieren. Er war es, der mir den Tipp mit der etwas fragwürdigen Unterkunft letzten Freitag gegeben hatte. Er selber mußte dort wohl ausziehen, weil nicht so gerne gesehen wurde, daß er den ganzen Tag auf der Gitarre übt.
Was er nun wirklich hier in Oaxaca macht, habe ich nicht so recht herausfinden können. Er sagte etwas davon, daß das Haus in dem er in Amiland wohnt gerade saniert wird. Klar, was kann man da besseres tun, als sich ein warmes Fleckchen in Mexiko zu suchen und hier zu überwintern? Letzteres war ja auch meine Intention.

Genauso wenig wie ich, gibt er hier die klassische Travellerrolle. Vielmehr ist er die komplette Antithese dazu. Er hat sich fast noch gemütlicher eingerichtet, als ich. In seinem Zimmer gibt es einen kleinen Altar mit Räucherstäbchen und Buddhabildern. Am Regal hängen frisch gebügelte Jeans und Hemden. Ja, er ist wohl der einzige Traveller, den ich je seine Hosen und Hemden habe bügeln sehen.
Hin und wieder schmeißt er sich dann in Schale, zieht die Cowboystiefel, frisch gebügelte Jeans und eines seiner verschärft aussehenden Hemden an, setzt seinen Hut auf und verläßt die Gitarre geschultert das Hostal. Meistens sitzt er aber an dem kleinen Tisch vor seinem Zimmer, auf dem er jeden Morgen mit viel Sorgfalt einen frischen Strauß Blumen arrangiert. Mit Kopfhöhrern in den Ohren übt er dann stundenlang auf seiner Klampfe.
king.knut - 22. Jan, 21:30