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Habe mich heute Abend mit Paola getroffen, einer Studentin, die Deutsch sprechen möchte. Den Kontakt hat mir Ariadna besorgt, als ich sie nach jemandem für ein Intercambio fragte.

Paola hat ein halbes Jahr in der Schweiz eine Sprachschule besucht und hier in Oaxaca drei Semester an der Fremdsprachenfakultät studiert. Dafür war ihr Deutsch noch recht dünn. Ich würde jetzt mal ganz frech behaupten, kaum besser als mein Spanisch. Aber das stimmt sicher nicht. Ihr fehlt nur die Sprachpraxis. Und irgendwie hatte sie noch Hemmungen, einfach drauf los zu plappern, so wie ich. Aber daran werden wir jetzt arbeiten.
Ich mußte sie schon fast dazu zwingen, mit mir Deutsch zu reden. Wir waren nämlich sofort in der schönsten Plauderei auf Spanisch drin und wären dabei auch geblieben, hätte ich nicht interveniert. Eigentlich dumm von mir, aber Sinn und Zweck eines Intercambios ist ja, daß beide Seiten Praxis in der jeweils anderen Sprache bekommen..

Im Laufe des Gespräches stellte sich heraus, daß Paola, bevor sie am Nachmittag zur Uni geht, mit Straßenkindern arbeitet. In ihrem Falle heißt das, mit Kindern die zwar eine Familie haben, aber neben der Schule arbeiten müssen. Paola hilft ihnen bei den Hausaufgaben und leitet Geld an sie weiter, daß die Organisation, für welche sie tätig ist, von wohlhabenden Oaxaceños erhält. Das klingt spannend und ich habe sie auch gleich gefragt, ob ich mal mit ihr mitkommen könnte auf ihre Arbeit.
Erst mal ist aber weiter unterhalten angesagt. Wir wollen uns am Freitag Abend treffen und ein wenig Musik hören. Paola denkt, sie würde schneller Deutsch lernen, wenn sie mehr Deutsche Bands hört. Das wage ich zwar zu bezweifeln, aber von mir aus. Wozu habe ich denn mein komplettes CD-Regal als mp3 mitgeschleppt. Und da sie weder „Ärzte“ und „Tote Hosen“ noch „Mia“ und „Wir sind Helden“ kannte, gibt es da eine ganze Menge nachzuholen.

Obwohl ich mich mit Paola wirklich prächtig unterhalten habe – ich bin mir nicht sicher, ob sie extra für mich so deutlich gesprochen hat, aber ich hatte kaum Probleme sie zu verstehen – glaube ich, daß ich doch noch einige Defizite in Punkte Grammatik habe. Das Subjunctivo scheint nun doch nicht ganz so unwichtig zu sein, wie ich bislang annahm. Und so wirklich selbsterklärend ist es leider auch nicht. Habe deshalb Anna-Maria heute früh gebeten, doch ein paar Grammatikeinheiten einzuschieben. Die Geschichtsstunde muß jetzt erst einmal etwas hinten anstehen.

Paola hat ein halbes Jahr in der Schweiz eine Sprachschule besucht und hier in Oaxaca drei Semester an der Fremdsprachenfakultät studiert. Dafür war ihr Deutsch noch recht dünn. Ich würde jetzt mal ganz frech behaupten, kaum besser als mein Spanisch. Aber das stimmt sicher nicht. Ihr fehlt nur die Sprachpraxis. Und irgendwie hatte sie noch Hemmungen, einfach drauf los zu plappern, so wie ich. Aber daran werden wir jetzt arbeiten.
Ich mußte sie schon fast dazu zwingen, mit mir Deutsch zu reden. Wir waren nämlich sofort in der schönsten Plauderei auf Spanisch drin und wären dabei auch geblieben, hätte ich nicht interveniert. Eigentlich dumm von mir, aber Sinn und Zweck eines Intercambios ist ja, daß beide Seiten Praxis in der jeweils anderen Sprache bekommen..

Im Laufe des Gespräches stellte sich heraus, daß Paola, bevor sie am Nachmittag zur Uni geht, mit Straßenkindern arbeitet. In ihrem Falle heißt das, mit Kindern die zwar eine Familie haben, aber neben der Schule arbeiten müssen. Paola hilft ihnen bei den Hausaufgaben und leitet Geld an sie weiter, daß die Organisation, für welche sie tätig ist, von wohlhabenden Oaxaceños erhält. Das klingt spannend und ich habe sie auch gleich gefragt, ob ich mal mit ihr mitkommen könnte auf ihre Arbeit.
Erst mal ist aber weiter unterhalten angesagt. Wir wollen uns am Freitag Abend treffen und ein wenig Musik hören. Paola denkt, sie würde schneller Deutsch lernen, wenn sie mehr Deutsche Bands hört. Das wage ich zwar zu bezweifeln, aber von mir aus. Wozu habe ich denn mein komplettes CD-Regal als mp3 mitgeschleppt. Und da sie weder „Ärzte“ und „Tote Hosen“ noch „Mia“ und „Wir sind Helden“ kannte, gibt es da eine ganze Menge nachzuholen.

Obwohl ich mich mit Paola wirklich prächtig unterhalten habe – ich bin mir nicht sicher, ob sie extra für mich so deutlich gesprochen hat, aber ich hatte kaum Probleme sie zu verstehen – glaube ich, daß ich doch noch einige Defizite in Punkte Grammatik habe. Das Subjunctivo scheint nun doch nicht ganz so unwichtig zu sein, wie ich bislang annahm. Und so wirklich selbsterklärend ist es leider auch nicht. Habe deshalb Anna-Maria heute früh gebeten, doch ein paar Grammatikeinheiten einzuschieben. Die Geschichtsstunde muß jetzt erst einmal etwas hinten anstehen.
king.knut - 21. Jan, 22:30