...
Im Zentrum der Stadt gibt es notorische Wasserknappheit und wir sitzen seit Tagen auf dem Trocknen. Das nervt auf die Dauer und war dann auch der Grund dafür, daß meine Mitbewohnerinnen ausziehen. Da ich nicht die Abende allein vor der Glotze verbringen möchte, studiere ich jetzt intensiv Oaxacas Nachtleben.
Das war der dritte Tag in Folge ohne Wasser. Mit der Zeit ist da nicht mehr wirklich lustig. Nicht nur, daß ich nach einer durchgetanzten Nacht ganz gerne duschen würde, auch der Abwasch stapelt sich im Spülbecken, ganz zu schweigen vom Klo, das man ja auch nicht mehr spülen kann.
Ich weiß nicht, wie Christina damit umgeht, glaube aber, daß sie zu ihrer Schwester duschen geht. Als wir sie auf die Situation hin ansprachen, wich sie aus, meinte, das liege an der schlechten Wasserversorgung im Zentrum der Stadt. Nur gäbe es eine einfache Lösung für das Problem. Man müsse einen „pipa“ (eigentlich Leitung, Rohr) bestellen. Dann würde einer der Tanklaster außer der Reihe kommen und den Wassertank wieder auffüllen.

Allerdings müsse man dafür löhnen und Christina würde eine „pipa“ nur bestellen, wenn wir uns die Kosten teilen. Die beiden Mädels sahen das nicht ein und lehnten dankend ab. Ist ja auch nicht mehr ihr Problem. Vanessa ist am Mittwoch, wie sie sagte wegen genau dieses Problems, ausgezogen. Und Monika wird nächste Woche in die Staaten zurückkehren. Habe sie allerdings seit Mittwoch auch nicht mehr gesehen. Sie wird wohl ihre letzten Tage in Oaxaca in der neuen Wohnung von Vanessa verbringen. Das war's dann wohl mit dem WG-Leben. Vorteil der Geschichte, die nächste Wasserlieferung wird hoffentlich eine Woche reichen. Wir sind jetzt nur noch zu zweit. Und Christina ist so gut wie nie zu Hause.
Nachtleben
Um nun nicht ganz in der Bude zu versauern, ziehe ich meistens abends noch einmal los. Oaxaca hat ein reges Nachtleben. Fast jeden Abend kann man irgendwo etwas erleben. Dienstags bin ich in „La Tentación“, wo jedes Mal die selbe Band die Latino-Skagrößen covert. Da kann man schön abtanzen.
Im „Centro Cultural de Pochote“ gibt es von Dienstag bis Sonntag jeden Abend zwei kostenlose Filmvorführungen. Leider sind die für meinen Geschmack etwas früh angesetzt, um sechs und um acht. Mittwochs und donnerstags gehe ich ins „Café Central“. Am Mittwoch gibt es da einen Film zu angenehm vorgerückter Stunde, nämlich um halb zehn. Und am Donnerstag spielen hier stets wechselnde Bands. Da braucht man zum Glück nicht vor elf aufkreuzen.

Diesmal gab es eine Gruppe aus Veracruz, die eher traditionelle Musik machte. Neben zwei Geigen, einem E-Baß und Trommeln spielten drei der Leute sehr hoch gestimmte Minigitarren, welche nicht viel größer als eine Bratsche waren. Die Musik war für meinen Geschmack etwas eintönig und definitiv nichts zum Tanzen. Das Publikum ist aber richtig mitgegangen und fast ausgerastet, wenn eine der Gitarrenspielerinnen steppte und dabei den Rock fliegen ließ.
So richtig ab ging die Party, als nach dem Konzert aufgelegt wurde. Zu meinem Bedauern gab es vorwiegend Latinomucke, Cumbia, Salsa und solche Sachen. Die Mexikaner schien das keineswegs zu stören. Wie wild und ohne Hemmungen schleuderten sie die Mädels rum. Katharina, eine schöne große blonde Frau aus Köln, hatte immer zwei, drei um einen Kopf kleinere Verehrer um sich herum zu springen.
Das war der dritte Tag in Folge ohne Wasser. Mit der Zeit ist da nicht mehr wirklich lustig. Nicht nur, daß ich nach einer durchgetanzten Nacht ganz gerne duschen würde, auch der Abwasch stapelt sich im Spülbecken, ganz zu schweigen vom Klo, das man ja auch nicht mehr spülen kann.
Ich weiß nicht, wie Christina damit umgeht, glaube aber, daß sie zu ihrer Schwester duschen geht. Als wir sie auf die Situation hin ansprachen, wich sie aus, meinte, das liege an der schlechten Wasserversorgung im Zentrum der Stadt. Nur gäbe es eine einfache Lösung für das Problem. Man müsse einen „pipa“ (eigentlich Leitung, Rohr) bestellen. Dann würde einer der Tanklaster außer der Reihe kommen und den Wassertank wieder auffüllen.

Allerdings müsse man dafür löhnen und Christina würde eine „pipa“ nur bestellen, wenn wir uns die Kosten teilen. Die beiden Mädels sahen das nicht ein und lehnten dankend ab. Ist ja auch nicht mehr ihr Problem. Vanessa ist am Mittwoch, wie sie sagte wegen genau dieses Problems, ausgezogen. Und Monika wird nächste Woche in die Staaten zurückkehren. Habe sie allerdings seit Mittwoch auch nicht mehr gesehen. Sie wird wohl ihre letzten Tage in Oaxaca in der neuen Wohnung von Vanessa verbringen. Das war's dann wohl mit dem WG-Leben. Vorteil der Geschichte, die nächste Wasserlieferung wird hoffentlich eine Woche reichen. Wir sind jetzt nur noch zu zweit. Und Christina ist so gut wie nie zu Hause.
Nachtleben
Um nun nicht ganz in der Bude zu versauern, ziehe ich meistens abends noch einmal los. Oaxaca hat ein reges Nachtleben. Fast jeden Abend kann man irgendwo etwas erleben. Dienstags bin ich in „La Tentación“, wo jedes Mal die selbe Band die Latino-Skagrößen covert. Da kann man schön abtanzen.
Im „Centro Cultural de Pochote“ gibt es von Dienstag bis Sonntag jeden Abend zwei kostenlose Filmvorführungen. Leider sind die für meinen Geschmack etwas früh angesetzt, um sechs und um acht. Mittwochs und donnerstags gehe ich ins „Café Central“. Am Mittwoch gibt es da einen Film zu angenehm vorgerückter Stunde, nämlich um halb zehn. Und am Donnerstag spielen hier stets wechselnde Bands. Da braucht man zum Glück nicht vor elf aufkreuzen.

Diesmal gab es eine Gruppe aus Veracruz, die eher traditionelle Musik machte. Neben zwei Geigen, einem E-Baß und Trommeln spielten drei der Leute sehr hoch gestimmte Minigitarren, welche nicht viel größer als eine Bratsche waren. Die Musik war für meinen Geschmack etwas eintönig und definitiv nichts zum Tanzen. Das Publikum ist aber richtig mitgegangen und fast ausgerastet, wenn eine der Gitarrenspielerinnen steppte und dabei den Rock fliegen ließ.
So richtig ab ging die Party, als nach dem Konzert aufgelegt wurde. Zu meinem Bedauern gab es vorwiegend Latinomucke, Cumbia, Salsa und solche Sachen. Die Mexikaner schien das keineswegs zu stören. Wie wild und ohne Hemmungen schleuderten sie die Mädels rum. Katharina, eine schöne große blonde Frau aus Köln, hatte immer zwei, drei um einen Kopf kleinere Verehrer um sich herum zu springen.
king.knut - 7. Feb, 23:02